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 18. September 1783

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Ratohnhaké:ton



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BeitragThema: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 4:49 am

Connor Erwähnt: Stammesmutter, Rheean,

Es war schon längst Vormittag als Ratohnhaké:ton die Augen öffnete und in den, noch abgedunkelten, Raum blinzelte. Er hatte es tatsächlich geschafft auszuschlafen. Viel zu selten kam das vor, denn sein Beruf und das Leben, welches der Assassine einst wählte, ließen keine Bequemlichkeiten zu. Er schlief dort, wo es gerade günstig war.

Mit einem herzhaften Gähnen richtete sich der Mann auf und rieb sich die Augen. Draußen herrschte schon reges Treiben, das war bis hier hin zu hören. Ratohnhaké:ton blickte sich in der Hütte um. Von seiner Großmutter, die er hier besuchte, war nirgendswo eine Spur zu sehen. Wahrscheinlich war sie längst draußen. Sie war das letzte Stück leiblicher Familie was er noch besaß. Hier konnte er endlich er selbst sein. Kein Verstecken von Emotionen. Keine Angst, jederzeit ein Messer im Rücken zu haben.
Immernoch etwas verschlafen stand er schließlich auf und quälte sich in seine schlichte Lederhose. Den Rest ließ er liegen. Für einen Herbsttag war es noch ziemlich warm.
Ratohnhaké:ton griff nach seinen Sachen und zog ein kleines Lederband hervor, welches seine Haare wieder zu einem Zopf machte.

Draußen erwarteten ihn größtenteils gut gelaunte Gesichert. Die Menschen aus dem Dorf grüßten ihn freundlich. Die Zeit hier war die reinste Erholung, doch lange würde er hier nicht verweilen. Es gab viel zu tun.
Der Assassine schaute sich nach seinem Freund Rheean um. Er kannte diesen Mann seit seiner Geburt und irgendwie war er neben Achilles immer eine Art Ersatzvater gewesen.

Nur in seine Lederhose gekleidet lief er achtlos quer über den Dorfplatz und klopfte an Rheean's Tür.
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Rheean

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 6:37 am

Connor, Rheean erwähnt: Nayeli, Nooka, Haytham Kenway

Rheean war schon seit Sonnenaufgang wach, doch er hatte sich noch nicht dazu überwinden können, nach draußen zu gehen. Heute war wieder einer der Tage, die ihm vorkamen, als drückte die Last eines Gewittersturms auf seine Seele. Seine Frau Nayeli kannte diese Stimmung bereits und hatte ihren Sohn mit sich aufs Feld genommen, so dass es völlig still in der Hütte war.

Sorgfältig überprüfte Rheean gerade seine Pfeile für die Jagd, als es klopfte. Für einen Moment musste er gegen den Drang ankämpfen, so zu tun als sei er nicht da. Dann erhob er sich und öffnete die Tür. Das helle Sonnenlicht blendete ihn kurz, dann erkannte er Tuari. "Guten Morgen", grüßte er knapp.

Den englischen Namen des jungen Mannes nutzte Rheean niemals. Und würden die Dinge nicht so stehen, wie sie es taten, hätte er ihm als Halbblut schon längst das Messer an die Kehle gesetzt. Doch Tuari hatte sich als echter Mohawk erwiesen, so dass Rheean es sich erlaubte, dessen Herkunft väterlicherseits zu vergessen.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 10:35 am

Connor, Rheean Erwähnt: Nooka

Mit verzogener Mine blickte der Halbindianer in das Gesicht seines Freundes. Ihm war sofort bewusst, dass dessen Stimmung nicht die Beste war. Er schaute sich um, verwundert darüber, dass es in der Hütte so totenstill war. Sonst hörte man zumindest Rheean's Sohn lachen. "Wo sind die beiden denn hin? Ich wollte Nooka mit zum Fluss nehmen."
Ratohnhaké:ton mochte den Jungen. Er steckte so voller Leben und war ein durchaus nicht so anstrengendes Kind.

Wie selbstverständlich lehnte er sich gegen die Wand der Hütte und verschränkte die Arme vor der Brust. Eine Augenbraue wanderte nach oben. "Was hast du? Kein guter Tag heute?" Der Blick des Assassinen fiel auf die Pfeile, auf dem Tisch.

"Möchtest du jagen gehen?" Eigentlich war er absolut kein guter Redner. Aber Ratohnhaké:ton hatte das Bedürfnis Rheean wieder aufzumuntern, was auch immer vorgefallen war. Er kannte diese Stimmungsschwankungen bereits. Aber wer konnte es dem Älteren verübeln. Wenn er von sich selbst dachte, seine Verluste wären schlimm, waren die von Rheean noch drei mal schlimmer. Einmal mehr war Ratohnhaké:ton froh keine eigene Familie zu haben um die er sich sorgen musste.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 11:25 am

Connor, Rheean

Rheean sah sich in der Hütte um. Trotz der vielen Habseligkeiten, den abgedeckten Krügen, den Decken, auf denen sie schliefen, wirkte der Raum leer. Doch so war es immer, wenn er allein hier war. Zumindest, seitdem er Zyanya und Sayen verloren hatte. Nur mit Mühe konnte sich Rheean zwingen, weiterzuatmen. Die Trauer schnürte ihm die Luft ab.

"Sie sind auf dem Feld", beantwortete er die erste Frage. Er sammelte die Pfeile von dem flachen Tisch, steckte sie zurück in seinen Köcher und nahm seinen Bogen von der Wand. Er hatte ohnehin vorgehabt zu jagen, wenn auch allein. In seiner derzeitigen Stimmung war er ein schlechter Gesellschafter und zog sich meist in die Wälder zurück.

"Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn du mitkommst", antwortete er ausweichend. "Wer weiß, ob ich überhaupt Beute finde." Wobei das Finden meist weniger das Problem darstellte, nur meistens verging Rheean die Lust zu töten, sobald er das Wild vor der Pfeilspitze hatte. Für einen jungen Mann wie Tuari könnte das sehr deprimierend werden. Und damit wäre er bestimmt nicht der Einzige.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 11:37 am

Connor, Rheean Erwähnt: Ziio, Nooka, Nayeli

Milde lächelte er Rheean an. "In Ordnung, ich werde ihn später bei seiner Mutter abholen. Der Tag ist noch jung."
Auf seinen Einwand warum Ratohnhaké:ton nicht mitkommen sollte, konnte dieser nur den Kopf schütteln. Natürlich war Rheean in seiner momentanen Situation lieber alleine, ob das gesund für ihn war, blieb dahin gestellt. Er erachtete als nicht sonderlich förderlich wenn er einsam durch die Wälder streifte.

Nayeli war also aufs Feld geflüchtet. Obwohl Ratohnhaké:ton seinen Freund durchaus verstand, tat ihm die Frau leid. Sie war in seinem Alter und erhoffte sich bestimmt anderes von ihrem Ehemann. Ob sie sich wohl damit abfand, dass Rheean seine erste Frau immer mehr lieben würde?
Er hatte keine Ahnung von Beziehungen und allem drum herum. Frauen hatten in seinem Leben nie eine Rolle gespielt.

"Ich verstehe, wenn du allein sein möchtest. Dann geh wenigstens ein Stück mit mir und vergrabe dich nicht in einem Loch." Nach einer kurzen Pause sprach der Assassine weiter. "Ich habe heute mit Mutter gesprochen.." Damit meinte er, dass er an dem Platz gewesen war, wo die Mohawk ihre Toten verbrannten. Ratohnhaké:ton ging immer dahin um sich seiner Mutter etwas näher zu fühlen. Rheean war wohl der Einzige, der dieses Verhalten nachvollziehen konnte.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 12:08 pm

Connor, Rheean

Rheean nickte. Vielleicht war es ganz gut, wenn er nicht allein war. Und Tuari war einer der wenigen Männer im Dorf, wenn nicht sogar der Einzige, mit dem er offen reden konnte. Er beneidete seinen Freund darum, dass dieser so frei mit seiner Trauer umgehen konnte. Er selbst hatte sich, seitdem Zyanya und Sayen dort zu ihren Ahnen gegangen waren, nicht mehr an diesen Ort gewagt. Er hatte das Gefühl, er würde entgültig innerlich zerbrechen, wenn er dort stand.

Wortlos trat Rheean ins Freie und hielt Tuari die Tür offen. Eigentlich war es ein sehr schöner Tag. Der leichte Wind brachte schon einen Hauch von Winter mit sich, doch die Sonne schien so warm, als wären sie noch mitten im Sommer. Die Bäume hatten sich in den schönsten Farben geschmückt und das Leben pulsierte wie scheinbar nie zuvor.

Rheean wandte der Sonne sein Gesicht zu und atmete die duftende Luft tief ein. Wie gern hatte er mit Zyanya solche Tage genossen. Dieser Gedanke trieb ihm beinahe die Tränen in die Augen, doch er drängte sie zurück. Es wurde Zeit, dass er aus dem Dorf wegkam. Mit einem Mal kamen ihm die alltäglichen Geräusche viel zu laut vor. Unerträglich sogar. "Gehen wir weiter in die Berge hinauf", schlug er vor.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 12:20 pm

Connor, Rheean

Er trat hinaus und ignorierte die Blicke der weiblichen Bevölkerung gekonnt. Ratohnhaké:ton blickte an sich herunter. Für die Berge war er nun wirklich nicht passend gekleidet. "Würdest du mich kurz entschuldigen.."
Rasch überquerte er den Dorfplatz und warf sich zumindest seinen Assassinenmantel über und befestigte seinen Waffengürtel. Köcher und Bogen griff sich der Mann ebenfalls und verließ schnell das Langhaus seiner Großmutter, bevor diese ihn überreden konnte, sich zu setzen und zu essen.

Ratohnhaké:ton legte sich den Bogen um den Oberkörper, damit er ihn unterwegs nicht ewig festhalten musste und stand auch schon wieder neben Rheean. "So von mir aus können wir dann..."
Er war bereits ein paar Schritte gegangen, als sein Blick über die Schulter zu seinem Freund glitt. Er stand immer noch da, ziemlich geistesabwesend. Der Assassine verzog das Gesicht und trat gegen einen kleinen Stein, dass dieser gegen Rheean flog. "Aufwachen!"
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 12:48 pm

Connor, Rheean

Schnell holte Rheean Tuari ein und legte sich ebenfalls den Bogen um. Gemeinsam liefen sie schweigend hinauf in die Berge. Beinahe unsichtbare Tierpfade wiesen ihnen den Weg. Rheean konzentrierte sich ganz auf seine Bewegungen und brachte damit seine Gedanken zum Schweigen. Plötzlich hielt Rheean inne. Er hatte schwache Spuren von Rehen ausgemacht. Noch nicht mal eine Stunde alt.

Er gab Tuari ein Zeichen und folgte der Spur lautlos. Das Wild war reichlich dieses Jahr. Der Frühling war früh gekommen und der Sommer hatte einen seltenen Überfluss gebracht. Entsprechend zahlreich waren die Hufabdrücke der Herde.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 03, 2013 1:29 pm

Connor, Rheean

Ratohnhaké:ton waren die Spuren nicht entgangen. Die Herde hatte noch nicht gehalten um zu Fressen. Das war ein gutes Zeichen, denn sie verfolgten die Spur schon etwas. Wenn sie Glück hatten, würden sie sie beim Fressen überraschen können. Der Assassine nahm den Bogen vom Oberkörper und legte einen Pfeil auf die Sehne, während er nur wenige Meter von Rheean entfernt über einen Fels spähte.

Wie vermutet graste dort eine ganze Herde Rehe. Unter ihnen ein ziemlich großer Hirsch. Ehrgeiz blitzte in den Augen des jungen Mannes auf und er nutzte eine Reihe von Büschen und den ein oder anderen Fels als Deckung, um weiter heran zu kommen. Zwischendurch blickte er zu Rheean, um diesen nicht aus den Augen zu verlieren. Er signalisierte ihm, dass er sich den Hirsch greifen wollte. Der Ältere hieß das wahrscheinlich nicht gut, aber Ratohnhaké:ton's Ziel war klar.

Ein Stück weiter oben schien ihm ein relativ guter Punkt, denn er blickte ein Stück auf die Herde hinab und konnte nun besser zielen. Ein Auge kniff er zusammen und zog die Sehne an. Dann sauste der Pfeil mit großer Geschwindigkeit davon, doch der Hirsch schien ihn bemerkt zu haben. Kurz erschreckt, durch den Blickkontakt mit dem Tier, rutschte der Assassine ab und landete unsanft auf seinem Rücken, unterhalb des Felsens.
Sein Pfeil steckte in der Flanke des Hirsch's, was diesen anscheinend ziemlich wütend machte, als ihn zu verschrecken.
Am liebsten hätte er sich selbst geohrfeigt, aber nun war es zu spät. Das riesenhafte Tier rannte mit gesenktem Haupt auf ihn zu. Ratohnhaké:ton entriegelte bereits seine versteckte Klinge um sich im Nahkampf irgendwie verteidigen zu können. Er betete zu den Ahnen, dass Rheean schnell genug sein würde.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Do Apr 04, 2013 11:16 am

Connor, Rheean

Reglos hatte dieser beobachtet, wie Tuari auf den Felsen kletterte. Vorsorglich hatte er bereits einen Pfeil auf die Sehne gelegt. Mit Hirschen war nicht zu spaßen. Mit ihrem kräftigen Geweih konnten sie sogar einen ausgewachsenen Mann erdolchen. Rheean hatte sogar einmal einen Wolf gefunden, der einen Angriff nicht überlebt hatte.

Nur wenige Augenblicke später dankte er seinen Ahnen, dass er so viel Voraussicht hatte. Tuari lag auf dem Boden und der Hirsch griff an! Konzentriert spannte Rheean den Bogen und zielte. Das Tier hatte bereits die Hälfte des Weges zurückgelegt. Der Pfeil sirrte von der Sehne und bohrte sich in den Leib des Hirsches. Dieser zuckte zusammen, stolperte und überschlug sich und blieb kurz vor Tuari reglos im herbstlichen Laub liegen. Rheeans Pfeil hatte genau sein Herz getroffen.

Die anderen Tiere der Herde waren bereits Hals über Kopf geflohen. Nicht einmal eine weiße Schwanzspitze war noch zu sehen.

Rheean lief auf seinen Freund zu, noch im Lauf schulterte er seinen Bogen. Bei Tuari angekommen, reichte er ihm die Hand, um ihm aufzuhelfen. "Dass du immer so ungeduldig sein musst", meinte er in seiner kühlen Art. Lediglich die kaum merklich gehobenen Mundwinkel verrieten, dass er scherzte.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Do Apr 04, 2013 12:55 pm

Connor, Rheean

Erleichtert atmete Ratohnhaké:ton aus, als vor ihm der große Hirsch zu Boden ging. Die Ahnen hatten einmal mehr über ihn gewacht, oder viel mehr Rheean hatte dies getan. Er griff nach der Hand seines Freundes und ließ sich auf die Füße ziehen. Rasch klopfte der Assassine den Staub von seinem Mantel und grinste hämisch.
"Geduld war noch nie meine Stärke.." Wahre Worte und diese Ungeduld hatte ihn schon manchmal fast das Leben gekostet, wie so auch heute.

Sein Blick fiel hinunter auf den Kadaver des Hirsches. Das würde jede Menge Fleisch und Fell für das Dorf geben. Die Haut war kaum beschädigt worden. "Wie bekommen wir ihn ins Dorf zurück? Tragen können wir ihn wohl kaum zu zweit...Oder?"
Er hatte die dumpfe Befürchtung, dass es eben genauso so war. Ratohnhaké:ton hatte wenig Lust diesen Berg aus Fleisch den Berg hinunter zu schleppen.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Do Apr 04, 2013 1:44 pm

Connor, Rheean

Einen Moment lang sah Rheean Tuari nur an. Automatisch strich er sich eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht. "Du warst wohl zu lange unter Weißen, dass du so viel verlernt hast", meinte er.

Rheean kniete sich zu dem toten Tier hinunter und legte ihm die Hand auf die Schulter. Ganz nah an der Stelle, aus der sein Pfeil ragte. "Ich danke dir für deine Gaben, mein Bruder. Mögest du zu deinen Ahnen zurückkehren, wie ich eines Tages auch zu den Meinen zurückkehren werde." Er murmelte die Worte andächtig. Seit dem Tod seiner Familie hatte Rheean einen neuen Respekt vor dem Leben und dem Tod kennengelernt. Mit schnellen Handgriffen entfernte er die Pfeile aus dem Fleisch und reichte Tuari den Seinen.

Suchend sah er sich um und ging kurz darauf auf einen Haselbusch zu. Mit seinem Messer hieb Rheean einige dickere Äste ab. Aus seiner Tasche zog er einige Lederbändchen und band die Äste mit schnellen Handgriffen zu einem Travois zusammen. Diese dreieckige Trage, deren breites Ende auf dem Boden schleifte, brachte er zu dem erlegten Tier.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Do Apr 04, 2013 2:19 pm

Connor, Rheean

Ratohnhaké:ton sah Rheean einen Moment lang an und wusste nicht, ob er sich vielleicht sogar gekränkt fühlen sollte. Natürlich war er nie ein vollwertiger Mohawk gewesen, aber war das denn seine Schuld? Dennoch sagte er dazu nichts und schluckte eine Bemerkung hinunter.
Schweigend hiefte er den schweren Körper des Hirsches zusammen mit Rheean auf die Trage. Er nahm die zwei Enden in seine Hände und hob das Holzgestell an. Es knarrte leicht unter dem schweren Gewicht, hielt aber.

Hatte Rheean vielleicht recht? War er endgültig zu einem Weißen geworden? Der Gedanke daran, zu sein wie sein Vater, schauderte Ratohnhaké:ton. Wahrscheinlich sprach er den Worten seines Freundes mehr Tragweite zu, als eigentlich da war, aber sie regten ihn schwer zum Nachdenken an.

"Rheean?", sprach er ihn ganz offen an. "Bin ich wirklich so befremdlich unseren Stamm gegenüber geworden?"
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Sa Apr 06, 2013 9:58 am

Connor, Rheean

Rheean, der bereits ein paar Schritte voraus gegangen war als Tauri die Trage ergriff, wandte sich um und sah den jungen Mann an. Dessen Zweifel standen ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Rheean trat auf ihn zu und legte ihm die Hände auf die Schultern. Ernst sah er ihm ins Gesicht.

"Du bist ein Teil unseres Stammes und du hast viel für uns alle getan. Dank dir haben wir noch eine Heimat. Solange du dich daran entsinnst, was dich ausmacht, wirst du nie ein Weißer sein." Rheean war nie ein Mann vieler Worte gewesen, aber er war immer ehrlich und hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, wenn er danach gefragt wurde.

Nein, er war wirklich nicht der Meinung, Tuari wäre ein Weißer. Vielleicht war er wirklich zu oft fort gewesen oder zu lange, doch er sah in ihm einen Mohawk. Und das war es, was für Rheean zählte. Niemals wäre er mit ihm auf die Jagd gegangen oder hätte ihn gar in seine Hütte gelassen, wäre es nicht so.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Sa Apr 06, 2013 11:46 am

Connor, Rheean

Er muserte das Gesicht von Rheean eindringlich, als dieser zu ihm sprach. Er redete nie viel, aber diese Worte reichten mehr als aus um Ratohnhaké:ton's Zweifel davon zu scheuchen. Manchmal fühlte er sich verlassen auf dieser Welt, doch es gab immer Menschen, an die er sich Wenden konnte. Selbst wenn er nur an Achilles' Grab stand oder mit seiner Mutter vor sich hin sprach. Allein war er nicht, Rheean war ebenfalls für ihn da, sollte es Probleme geben.
Und sogar Haytham's Ruhestätte besuchte er hin und wieder. Versteckt, in der Nacht. Er hatte die Tagebücher seines Vaters damals an sich genommen. Sie waren datiert seit seiner frühen Kindheit und Ratohnhaké:ton hatte sie alle gelesen.


"Danke, mein Freund.. Lass uns den Hirsch nun ins Dorf bringen." Er zog eine Grimasse, was so ähnlich aussah wie ein Lächeln. Dann zog er wieder an dem Holzgestellt. Dieses Tier wog mehr, als eine Horde Briten. Und wenn man vom Teufel sprach, da kam er um die Ecke..

"Rheean... Sieh mal.." Ratohnhaké:ton zeigte auf einen Konvoi, der zwischen den Bäumen am Fuß des Berges hindurch schimmerte. Für ein geübtes Auge aber leicht zu erfassen. "Das ist ein britischer Gefangenentransport. Was wollen die hier?"
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 07, 2013 6:42 am

Connor, Rheean

Kaum hatte Tuari auf die Männer gezeigt und Rheean erkannt WER da durch die Wälder marschierte, da wurde er bereits von seinem Hass überwältigt. Es war kein kochender Hass mehr, wie noch vor ein paar Jahren. Nein, dieser Hass war eiskalt. Rheean lief den Abhang hinunter, bis er ausreichend sehen konnte, um die Situation einschätzen zu können. Er achtete nicht mehr auf seinen Begleiter. Rheeans gesammte Aufmerksamkeit war auf die verhassten Männer gerichtet, die eindeutig durch Indianerland zogen.

Es waren nicht mal ein Dutzend, zu Fuß und zu Pferd, die zwei Gitterwägen bewachte. Und in einem der Wagen waren eindeutig indianische Gefangene. Schon hatte Rheean einen Pfeil auf die Sehne gelegt und visierte den hintersten Reiter durch die knappen Zwischenräume der Bäume an. Zielsicher flog der Pfeil von der Sehne und bohrte sich in den Hals des Soldaten. Keinen Augenblick später ließ Rheean schon den zweiten Pfeil von der Sehne schnellen und tötete auch den zweiten Reiter der Nachhut.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 07, 2013 7:40 am

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"Verflucht.." Ratohnhaké:ton ließ den Hirsch fallen und setzte zur Verfolgung an. Rheean war durchaus fähig, aber sollten die Briten mitbekommen, von wo sie beschossen wurden, würde das schlimm enden. Vorallem als er seinen Blick auf den schwer gepanzerten Offizier am Anfang des Zuges ausmachte, stieg Sorge auf.

Ein Baumstamm lieferte ihm einen guten Weg in die Äste und schnell, aber so gut wie lautlos, huschte der Assassine weiter vor, bis er sich fast über dem Konvoi befand. Er schaute sich nach seinem Freund um, der bereits zwei Briten den Gar ausgemacht hatte. Ein letzter lief noch hinter dem Gefangenenwagen. Ratohnhaké:ton nahm sich ebenfalls einen Pfeil und machte kurzen Prozess.
Er sprang über zwei weitere Äste und war nun auf Höhe der mittleren Gruppe. In der linken Hand hielt er seinen Tomahawk und in der rechten wartete die versteckte Klinge darauf, benutzt zu werden.

Es war nur eine Frage von Sekunden, wenn sie Glück hätten, vielleicht einer Minute, bis man sie entdeckte. Also besser den Überraschungsmoment nutzen. Er drückte sich von dem großen Ast ab und erschlug zwei Briten aus der Luft heraus.
Sein Tomahawk wirbelte kurz in seiner Hand umher, während die anderen Rotröcke ihn umzingelten. Wiedereinmal musste er sich auf Rheean's Fähigkeiten verlassen, während er die Angriffe der Feinde blockte.

"Mach schon, Rheean..", murmelte er, als eine weitere Klinge an ihm vorbeizog und er gerade ausweichen konnte.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 07, 2013 11:41 am

Connor, Rheean

Flink lief Rheean im leichten Bogen an dem Konvoi vorbei, der gestoppt hatte. Von irgendwoher war Tuari gekommen und steckte nun mitten zwischen den Soldaten und wehrte sich seiner Haut. Deren Zahl hatte sich bereits weiter gelichtet. Schnell legte Rheean auf die Männer hinter seinem Freund an und schickte zwei von ihnen ins Jenseits. Der Dritte machte eine unerwartete Bewegung zur Seite und Rheeans Pfeil streifte nur dessen Arm.

Plötzlich hallte ein Knall durch den Wald, der Rheean zusammenzucken ließ. Nahezu gleichzeitig fuhr ein brennender Schmerz durch seinen linken Arm. Ohne dass er es verhindern konnte fiel der Bogen zu Boden. Rheean fuhr herum.

Von der Spitze des Konvois aus, stürmte ein gepanzerter Reiter im vollen Galopp auf ihn zu. Die Bäume standen so nah der Straße nicht mehr so dicht und ließen ausreichend Platz. Das leergefeuerte Gewehr hielt der Soldat nun am Lauf und hatte es bereits erhoben, um den verletzten Angreifer mit dem Kolben niederzuschlagen. In letzter Sekunde konnte Rheean zur Seite springen, um dem Schlag zu entgehen. Schmerzhaft prallte er gegen einen Baum und fiel zu Boden.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 07, 2013 12:15 pm

Connor, Rheean

Ein Knall ertönte und er zuckte einmal gewaltig zusammen, welches ihm fast einen Schwertstreich gegen seinen Bauch eingebracht hätte. Ratohnhaké:ton zog seinen Tomahawk durch die Kehle des letzten Feindes, der ihn belagerte und schaute sich nach Rheean um. Der lehnte an einem Baum und schien verletzt.
Der offizier wollte ihm anscheinend nun den Rest geben, aber das würde er nicht zulassen.

Nun war Assassinengeschick gefragt und dann verlief alles wie in Zeitlupe. Ratohnhaké:ton sprintete los, dem Reiter hinterher, der zwar sich zwischen den Bäumen bewegen konnte, aber bei weitem nicht so schnell. Er stieß im Lauf einen Briten von sich weg, sah sich nach etwas geeignetem um und machte einen Felsen aus, der zum Absprung diente. Flink, mit einigen Sprüngen, erreichte er die Spitze des Steins und war mit dem Reiter auf einer Höhe.
Jetzt oder nie. Ratohnhaké:ton sprang ab, auf den Offizier zu und entriegelte seine versteckte Klinge. Eine Schwachstelle war schnell gefunden und kurz darauf krallte sich der Assassine an der Rüstung des Feindes fest und riss ihn mit sich auf den Boden.

"Dreckige Wilde!", fluchte er lauthals, als er sich zu befreien versuchte. Aber es war zu spät. Der verborgene Stahl hatte bereits seinen Weg in die Halsschlagader des Briten gebohrt. Kurz darauf sank er leblos zusammen.
Ratohnhaké:ton stand auf und sah sich nach Rheean um. Der Rest der Rotröcke war geflohen.
Sorge auf dem Gesicht, hockte er sich neben seinen Freund. "Wir müssen dich nach Hause bringen.. Das muss versorgt werden.." Er reichte ihm die Hand, um ihm wieder auf die Füße zu helfen.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 07, 2013 12:58 pm

Connor, Rheean

Rheean hatte schon fast mit seinem Leben abgeschlossen, als Tuari eingriff. Fasziniert beobachtete er, wie der junge Mann förmlich durch die Luft flog. Mit der Eleganz eines Berglöwen stürzte er auf den Soldaten zu und tötete ihn.

Die gebotene Hand nahm Rheean dankbar an und ließ sich hochziehen. Sein Arm brannte inzwischen, doch trotz der heftigen Blutung schien es nur ein Streifschuss zu sein. "Zuerst die Gefangenen", wandte er ein. Sein Hass war auf das übliche Maß zusammengeschrumpft und die gefangenen Indianer hatten den Vorrang in seinen Gedanken gefunden.

"Vielleicht sollte ich dich Tohon nennen", merkte er an. "Du hast dich bewegt, wie ein Puma."

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 07, 2013 1:13 pm

Connor, Rheean

Etwas geschmeichelt hob er die Hände. "Zu viel des Lobs. Ich habe nur eingesetzt was Achilles mir beibrachte.."
Sein Blick fiel zu den Käfigen, wo ihn knapp 10 Gesichter erwartungsvoll anschauten.
"Nehm du den vorderen.. Ich kümmer mich um die Loyalisten.. Dann gehen wir sofort ins Dorf zurück."

Rasch schritt er an den Wagen, in dem vier blau gekleidete Männer saßen. Ratohnhaké:ton hatte dem Offizier seine Schlüssel abgenommen und öffnete damit die Tür, danach warf er diesen Rheean zu, der vor den anderen Eingeborenen stand. Der Assassine wandte sich an den Loyalisten, der zuletzt ausstieg. "Was ist vorgefallen?", fragte er kurz und knapp.
Etwas verwundert sah der Fremde ihn an, wahrscheinlich weil er so gut Englisch sprach. "Sie haben uns gefasst, nördlich von hier. Wir wollten zurück nach Boston."
Ratohnhaké:ton nickte. "Geht heim, übermittelt Samuel meine Grüße.. Er wird wissen von wem ihr sprecht.." Ohne ein weiteres Wort schritt er an Rheean's Seite, während der die Indianer freiließ.
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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 10, 2013 11:36 am

Connor, Rheean

Mit Worten des Dankes kletterten die fünf Indianer von dem Wagen. An Tracht und Sprache erkannte Rheean sie ihre Heimat weiter westlich hatten. Sie erzählten, dass sie in die Gegend gekommen waren, um mit den Stämmen hier Handel zu treiben. Was ihnen die Soldaten jedoch nicht geglaubt hatten und sie als Spione verhaftet.

Rheean nickte. Das sah den Weißen ähnlich. "Kommt mit uns ins Dorf", bot er an. "Seid unsere Gäste, bis ihr weiterreist." Dankbar nahmen die Männer das Angebot an. Rheean kratzte sich. Das Blut, das seinen Arm herunterlief, begann zu trocknen und verursachte nervenden Juckreiz. Die gute Sache daran war, dass die Blutung nachgelassen hatte, sonst würde es nicht trocknen. Dennoch wollte er nun so schnell wie möglich zurück ins Dorf und die Wunde behandeln lassen.

Er wandte sich Tuari zu. "Holst du unser Beute? Ich gehe mit unseren Gästen schon vor", meinte er und zeigte in den Wald hinauf, wo der Hirsch bestimmt noch mit der Trage lag. Der Kampflärm hatte sicherlich alle tierischen Räuber verscheucht.

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mi Apr 10, 2013 12:00 pm

Connor, Rheean

Ratohnhaké:ton nickte stumm und ging ein Stück zurück. Er nahm die Trage mit dem Hirsch wieder auf und folgte dem Rest der Truppe hinab ins Dorf. Er hielt Abstand, Fremde waren nie wirklich sein Fall gewesen, dafür war er schlichtweg einfach zu misstrauisch, selbst wenn es Angehörige seines Volkes waren. Während sich Rheean mit ihnen unterhielt, was der Assassine ziemlich erstaunlich fand bei seiner Verletzung, beobachtete er nur was vor sich ging. Die Augen stets auf die Umgebung gehalten.

Schließlich hatten sie nicht alle Rotröcke erwischt. Ein mulmiges Gefühl blieb zurück, als die Palisaden des Dorfes in Sicht kamen.
Rauch stieg über dem Dorfplatz auf, was daraufhin deutete, dass irgendwer ein Feuer entzündet hatte.
Begeistert betrachteten die Bewohner von Kanatahsèton das große Tier auf der Trage, während Ratohnhaké:ton diese fallen ließ und sich daneben einfach auf den Boden setzte.
Ein erleichterter Atemzug entfuhr seiner Kehle und er schaute zu, wie Rheean's Arm verarztet wurde.

Bald würde er heimkehren müssen nach Davenport. Oder war das sein Heim?
Gedanken die dem Assassinen Kopfschmerzen bereiteten.
Einige Minuten später stand er auf und stellte sich neben seinen Freund, deutete auf den Verband am Arm. "Besser jetzt?"
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Rheean

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   So Apr 14, 2013 12:36 pm

Connor, Rheean

Rheean nickte. Die Wunde war nicht tief, auch wenn sie stark geblutet hatte, und in einer Woche würde kaum mehr etwas davon übrig sein. Dennoch war er nun viel zu früh wieder zurück im Dorf, als er vorgehabt hatte.

"Ich gehe noch einmal in die Wälder", meinte er, wie immer kurz angebunden zu seinem Freund und schulterte seinen Bogen erneut. Er war heute einfach nicht in der Stimmung, sich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Gerade was Fremde anging. Es gab auch Ausnahmen, Tuari zum Beispiel, doch im Allgemeinen war er an Tagen wie diesen zufriedener, wenn er alleine war.

"Aber nicht, um zu jagen", fügte er hinzu. "Für heute gab es genug Tote..." Auch wenn er die Weißen hasste, war Rheean niemand, der gern tötete. Es mochte nötig sein um zu überleben, doch das hieß nicht automatisch, dass er es mochte.

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Ratohnhaké:ton



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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mo Apr 15, 2013 2:14 am

Connor, Rheean Erwähnt: Nayeli, Nooka

Da konnte Ratohnhaké:ton nur beipflichten. Tote ware nie etwas schönes, oftmals aber notwendig, zumindest bei seiner Tätigkeit. Doch beschlich den Assassinen die Befürchtung, dass Rheean sich nun einmal mehr verkriechen wollte. Dieser Mann hatte wirklich Nerven..
"Ich gehe mit dir.." Ein Tonfall, der keinen Widerspruch zuließ. Vielleicht würde ein Gespräch seinem Freund etwas helfen. Schließlich kannten sie sich ja nun nicht erst seit gestern. Er klopfte ihm auf die Schulter mit dem unverletzten Arm, da warf er einen Blick über eben seine.
Nayeli und Nooka liefen gerade durch den Eingang des Dorfes. Rheean's Frau hatte einen Korb mit Feldfrüchten dabei, wahrscheinlich machten sie eine Pause. Doch dies war ein denkbar schlechter Zeitpunkt um Mann und Vater zu belagern.

Die junge Frau sah zu Ratohnhaké:ton herüber und grüßte ihn freundlich, auch in Nooka's Gesicht machte sich ein Grinsen breit. Doch er hatte gerade keine Zeit. Deswegen schüttelte er nur den Kopf und deutete Nayeli damit, erstmal Abstand zu halten. Diese verstand das und verschwand mit ihrem Sohn sogleich in Richtung ihrer Hütte.
"Komm, lass uns verschwinden." Der Assassine deutete Richtung Wald und schritt sogleich voran. Er würde seinen langjährigen Freund nicht aus den Augen lassen..
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