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 18. September 1783

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Rheean

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mo Apr 15, 2013 12:09 pm

Connor, Rheean erwähnt: Nayeli, Nooka, Syanya, Sayen

Nur kurz sah Rheean Tuari an, innerlich erstaunt. Doch andererseits wäre es ungewöhnlich gewesen, wenn dieser nicht eine entsprechende Entschlossenheit gezeigt hätte. Und irgendwie war Rheean auch froh, wenn er nicht ganz alleine war. Mit Tuari war er zwar nicht allein und trotzdem konnte er alleine sein. Dies war sicher ein Punkt, der ihre Freundschaft überhaupt ausmachte.

Natürlich bemerkte er Nayeli und Nooka, doch Rheean war froh, als Tuari sie unauffällig auf Abstand hielt. Rheean liebte Nayeli und seinen Sohn ebenso, doch an manchen Tagen fühlte er sich außerstande, ihnen die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie verdienten. Schnell folgte er Tuari und holte ihn ein.

Ein Stück weit gingen sie schweigend nebeneinander her. Schließlich seufzte Rheean und offenbarte die Gedanken, die ihn so oft heim suchten: "Ich hätte Nayeli nicht heiraten sollen. Sie hat etwas Besseres verdient. Und Nooka auch." Auch wenn seine Stimme klang, als fehle nicht mehr viel, damit er in Tränen ausbrach, zeigte sein Gesicht keine Regung.

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Ratohnhaké:ton



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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mo Apr 15, 2013 12:32 pm

Connor, Rheean erwähnt: Nayeli, Nooka, Syanya, Sayen

Er wartete, lauschte Rheean, bis sie etwas außerhalb des Dorfes waren und Bäume sie schon umringten. Die Worte des Älteren hatten ihn wütend gemacht. Ratohnhaké:ton hasste Selbstmitleid. Aus diesem Sumpf kam man schwer wieder heraus und meistens musste man herausgestoßen werden.
Einen Moment wartete er noch, dann packte der Assassine Rheean bei den Schultern und sah ihm ernst in die Augen.
"Hör mir jetzt mal zu.." Sein Tonfall war keineswegs wohlgesonnen.
"Vielleicht hättest du Nayeli nicht heiraten sollen. Aber dann wäre Nooka niemals zu Welt gekommen. Er vergöttert dich. Du bist sein Vater!" Ratohnhaké:ton atmete kurz tief durch. "Sie sind tot, Rheean! Wach endlich auf und komm aus deinem verdammten Selbstmitleid heraus! Das ist fürchterlich, aber dein Leben geht weiter. Was glaubst du, wie Nooka und Nayeli sich fühlen, wenn sie immer zurückgestellt werden, für Jemanden, der garnicht mehr auf dieser Erde wandelt? Bei den Ahnen kehre ins hier und jetzt zurück! Lass die Geister der Vergangenheit ruhen und gewähre ihnen Frieden! Denkst du Syanya würde wollen, dass dein Leben immer auf der Stelle läuft? Das du Tag ein Tag aus trauerst? Nicht vorwärts kommst?"
Er gab seinem Freund einen kräftigen Klaps auf den Hinterkopf.
"Nayeli liebt dich! Sogar so sehr, dass sie all das in Kauf nimmt. Jede andere Frau hätte dir wahrscheinlich längst den Rücken zugekehrt. Versteh endlich, was du an ihr und Nooka hast. Eine lebende Familie! Das heißt nicht, dass du Sayen und Syanya vergessen sollst. Keineswegs. Trauer sei dir gewährt. Aber doch nicht so.. Vergiss bitte nicht, dass ich meine Mutter ebenfalls in den Flammen verloren habe, ich kann es besser nachempfinden als du vielleicht glaubst."

Nachdem Ratohnhaké:ton seine ganze Wut über die Situation herausgelassen hatte, wartete er auf eine Reaktion.
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Rheean

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Do Apr 18, 2013 8:20 am

Connor, Rheean erwähnt: Nayeli, Nooka, Syanya, Sayen

Rheean war abrupt stehen geblieben. Er schwieg. Er schwieg lange. Tuaris Worte hatten gesessen. Er konnte ihm ja nichteinmal entgegnen, er hätte keine Ahnung, da er ebenfalls seine Familie verloren hatte. Doch versank er tatsächlich in Selbstmitleid? Rheean sah seinen Freund nicht an, während er nachdachte, doch er spürte dessen forschenden Blick sehr wohl.

Er trauerte. Das war kein Geheimnis. Vielleicht trauerte er tatsächlich zu lang, doch vernachlässigte er seine Familie deshalb zu stark? An Tagen wie diesen vielleicht... Doch diese waren seltener geworden. Viel seltener. Außerdem trug er dennoch seinen Teil zur Dorfgemeinschaft bei.

Und er liebte Nayeli und seinen Sohn Nooka. Unbestritten. Gerade deshalb wünschte er sich, dass sie glücklich wurden. Aber wenn Nayely unglücklich war, wäre sie doch längst zu ihrer Familie zurückgegangen. Es wäre ihr gutes Recht ihn zu verlassen, wenn sie sich nicht angemessen behandelt fühlte. Und doch blieb sie.

"Mit einem hast du Recht", antwortete Rheean schließlich und richtete sich auf. "Ich vernachlässige Nayeli und Nooka für die Geister der Vergangenheit. Aber trotzdem liebe ich sie und zeige ihnen das auch. Ich versinke nicht in Selbstmitleid. Es gibt nur Tage, an denen ich der Vergangenheit näher bin als der Gegenwart. Nayeli weiß das und sie hat es akzeptiert. Vielleicht bin ich morgen wieder in der Lage ihr gegenüber zu treten, ohne ihr ungewollt weh zu tun, doch hier und jetzt ist das ein denkbar schlechter Zeitpunkt derartiges zu versuchen."

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Ratohnhaké:ton



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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Mo Apr 22, 2013 5:49 am

Connor, Rheean Erwähnt: Nayeli

Ratohnhaké:ton hätte am liebsten die Hände vor dem Gesicht zusammengeschlagen. Es machte keinen Zweck weiter auf seinen Freund einzureden. Dieser würde ja eh wieder eine Antwort auf jede Aussage haben. Der Assassine seufte und ließ sich auf einen Stein sinken.
"Hör einfach auf dich abzuschotten, damit ist keinem geholfen. Sprich mit Nayeli darüber, auch wenn sie es schon weiß. Es interessiert sie sicherlich wie du dich fühlst. Lass sie teilhaben, vielleicht fällt es dir dann auch etwas leichter."
Hätte Rheean nun wieder eine Ausrede parat würde Ratohnhaké:ton ihn zu Boden schlagen. Frustriert schnaubte dieser leise in sich hinein.
"Ich habe keine Ahnung von Beziehungen, und das wird sich auch so schnell nicht ändern, aber ich besitze gesunden Menschenverstand und der sagt mir, wenn zwei sich anschweigen und sich aus dem Weg gehen kommt nichts gutes dabei heraus und man entfernt sich schneller voneinander als einem lieb ist.
Stelle die Vergangenheit nie über die Gegenwart oder die Zukunft. Denn so trittst du nur auf der Stelle."

Ratohnhaké:ton kratzte sich leicht am Kopf. Sobald er in Davenport ankam, würde er Helene besuchen müssen. Die Stoppeln an den Seiten seines Kopfes wurden schon wieder ziemlich lang und störend. Seine Stirn zog sich in leichte Sorgenfalten.
"Ich mache mir nur Sorgen um dich Rheean. Du bist mein ältester Freund. Es ist nicht gut, dich und deine Familie leiden zu sehen."
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Rheean

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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Sa Mai 11, 2013 12:52 am

Connor, Rheean erwähnt wird: Nayeli

"Sprechen wir nicht mehr davon", brach Rheean das Gespräch ab. Er konnte nuneinmal nicht so leicht vergessen. Morgen war wieder ein neuer Tag und ein neuer Anfang. Vielleicht war es dann ein wenig leichter und er konnte Nayeli liebevoller entgegentreten als heute.

Er vergaß keineswegs, dass auch Tuari geliebte Menschen verloren hatte und er sah dies keineswegs als weniger schmerzhaft, doch sie waren, trotz aller Freundschaft, verschieden. Und wenn Rheean eines gelernt hatte, dann dass jeder Mensch unterschiedlich mit Trauer und Verlust umging. Tuari war fortgegangen und hatte dieses Massaker gerächt. Vielleicht fiel es ihm deshalb leichter. Nur zu gern hätte sich Rheean an dem Mann gerächt, der ihm die Narbe im Gesicht verpasst und mit derselben Fackel dann wohl ihr Dorf angezündet hatte.

Rheean spürte in welch gewalttätige Richtung seine Gedanken gingen, zwang er sich, an etwas anderes zu denken. Es war so, wie er gesagt hatte: Heute hatte es schon genug Tote gegeben. er musste nicht auch noch in Gedanken welche hinzufügen.

"Wenn du mit auf die Pirsch kommen willst, solltest du davon absehen zu jagen", meinte er zu Tuari.

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Ratohnhaké:ton



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BeitragThema: Re: 18. September 1783   Sa Mai 11, 2013 5:46 am

Ratohnhaké:ton, Rheean Erwähnt: Nayeli

Ratohnhaké:ton nickte zustimmend zu Rheean's Worten und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.
"Lass uns gehen.." Er fasste sich erneut an die Seiten seines Kopfes. "Meinst du Nayeli würde mir diese lästigen Stoppeln wegschneiden? Als ich es das letzte Mal alleine versuchte habe, habe ich mir halb den Kopf abgeschnitten.."
Völlig theatralisch zeigte er auf eine kleine Narbe an seinem Hinterkopf, welche er sich beim Schneiden zugezogen hatte.
Grinsend lief er neben dem Älteren her und hoffte, dass der morgige Tag besseres bringen würde.
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